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Mittwoch, 8. Mai 2013

Consuetudo altera natura - Kapitel 2


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Beobachtung


Und betrat eine Eingangshalle mit einem Marmorboden, der mit Säulen aus gleichem Material verziert war. Viele Leute waren um mich herum, die tuschelten. Ein paar Minuten später, saß auf einem Stuhl in einem mir unbekannten Zimmer und musste einen langen Fragebogen ausfüllen. In denen ich Geometrische Figuren einander zuordnen musste, ungleiche paare aussortieren musste, Fragen über Mimiken beantworten musste, Wörter assoziieren musste und unter Mustern schreibe, was ich dort drin sehe. Als ich fertig war, wollte ich aus dem unangenehmen Zimmer gehen. Ich spürte ein stechen im Hals und fiel zu Boden. 

Als sich das mulmige Gefühl aus meinen Knochen verzog und ich meine Augen öffnete, sah ich nichts. Es war dunkel. Ich merkte, dass ich auf einem Stuhl gefesselt war. Das machte mich nicht gerade ruhiger. Aber was sollte ich tun. 4 Lampen waren direkt vor mir und auf mich gerichtet. Dann fragte eine unbekannte Stimme hinter mir: „Wie viele Lichter siehst du?“. Ich sagte, dass ich vier sehen würde, doch er entgegnet mir wütend das dort fünf sein. „Glaubst du, dass ich Lüge? Weisst du, denn überhaupt warum du hier bist?“„Weil ich wohl verrückt bin, sonst hättet ihr keine Test mit mir angestellt oder?“, gestand ich mir ein.„Ja“, bestätigte eine Stimme aus dem Unbekannten und wollte wissen was für eine Krankheit ich wohl hätte. Ich wusste es nicht und blieb still. "Wer bist du ? Was soll das?", wollte ich wissen.„Mein Name ist Doktor Bertelsmann. Wie viele Lichter siehst du jetzt?“, fragte die Stimme erneut. Ich antworte vier, denn ich sah nur vier.

Stromstöße, durch fuhren mein Körper und ich presste meine Zähne aufeinander, sodass ich nicht schreien muss. „ES SIND FÜNF. Da sind FÜNF Lichter.“ Als der Stromschlag aufhörte, sah ich nur verschwommen.  Ich fragte mich, was der Scheiß eigentlich soll und langsam wurde mir das alles zu viel, aber ich wollte nicht noch einen Stromschlag einbüßen, denn das war nicht gerade angenehm.
Und die Stimme aus dem dunkleren sprach wieder ruhiger: „Schizophrenie fängt mit einer verzerrten Wahrnehmung an und endet mit depressiven und asozialen Verhaltensweisen.“ „Ich bin nicht Schizophren“, antworte ich und merkte, dass das nicht gerade überzeugen war." Paranoia. Verfolgungswahn. Überstrapazierte Deutungen. Und du spaltest dich langsam von der Gesellschaft ab und lebst in Isolation. Das kommt deinem geistigen Zustand nicht gerade zu Gute. “, sprach der Doktor und ich entgegnete ihm gleich:  „Ist das Falsch? Ich suche nur nach der Wahrheit.“Und das tust du krankhaft", ergänzte die Doktor. "Wieviele Lichter siehst du?"

Ich schaute die Lichter an und einen kurzen Augenblick sah ich wirklich fünf. Aber es waren doch vorher vier. Waren da wirklich fünf Lichter? Verwirrte als zuvor, gab ich zu, dass es fünf waren. Erneut wurde mir das Bewusstsein genommen.

Kapitel 3 folgt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

danke.
deins auch. ich freue mich auf die fortsetzung(en).

Héloise Roubaud hat gesagt…

Hm, ich weiß zwar noch nicht so recht, in welche Richtung die Geschichte die Geschichte gehen wird, aber die bisherigen Kapitel machen schonmal sehr neugierig. Ich bin gespannt auf mehr und freue mich als Altphilologin natürlich besonders über deine Titelwahl =D Lg, Héloise